Freiwillige Helfer: Maria

Maria
 
Meine Zeit bei Stop Staring – Start Caring war eine sehr prägende, wunderbare Zeit. Ich wusste nichts von dieser Organisation, bis ich ganz zufällig einen jungen Deutschen in meinem ersten Hostel auf Sri Lanka traf, er erzählte mir von seinen positiven Erfahrungen bei der Organisation und gab mir direkt den Kontakt von Cihan. Dann ging alles ganz flott und eine Woche später war ich dann auch schon dort.
 
Ich weiß noch genau wie aufgeregt ich war, als wir dann zum Heim fuhren. Ich hatte Angst, dass ich mit dem was ich sehen würde nicht klarkommen würde. Es war sehr hart zu sehen und zu hören, was den Kindern passiert ist und angetan wurde, aber es war viel rührender zu sehen wie viel sie umsorgt wurden und wie viel Mühe und Liebe Cihan, Sonja und Alvaro in ihre Arbeit steckten. Jeder Tag lief ziemlich gleich ab. Gegen 6/7 Uhr morgens weckte uns Alvaro mit schlechtem Gesang, wir frühstückten gemeinsam und fuhren mit dem Tuk Tuk ins Heim, um zu malen bevor die Sonne uns den Rücken verbrennt. Ich muss sagen, ich habe die Arbeit unterschätzt bevor ich dort ankam. Ich dachte „Ach ein bisschen Wände bemalen kann ja nicht so schwer sein“. Aber dem ist nicht so. Als ich die von Anderen bereits bemalten Wände sah, bekam ich einen Schock. Ich war mir sicher, dass ich das so nicht hinbekommen würde. Ich habe wirklich gemerkt, dass ich keine künstleriche Begabung habe, aber alle waren sehr geduldig, gaben mir Tipps und sahen auch über die von mir hundert zerstörten Pinsel hinweg. Mittags gegen 11 oder 12 war dann die Sonne bereits so agressiv, dass man abbrechen und Nachmittags wiederkommen musste.
 
Abends saßen wir zusammen, planten den Ablauf des nächsten Tages und Cihan führte uns seine Zaubertricks vor. Man quatschte über Gott und die Welt. Es war zwar nur eine knappe Woche, die ich dort mithalf, aber ich muss sagen, dass man mir viel auf den Weg mitgegeben hat und ich unglaublich froh bin dort gewesen zu sein. Wenn ich an Sri Lanka zurückdenke, denke ich an diese schöne Zeit und an Menschen, die die Welt verändern wollen, sie zu einem besseren Platz machen wollen. Aus den kahlen weißen Wänden sind Kunstwerke mit Bedeutung entstanden, die den Kindern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Ich sage nochmal Danke an Cihan, Sonja und Alvaro für ihren vorbildlichen Einsatz und für die schöne Zeit!
 
Maria