Aus unserem derzeitigen Alltag!

 
Seit ca. zwei Wochen ist Cihan nunmehr vor Ort im Meth Sewa Waisenhaus. Er plant und bespricht alles Nötige für den Neubau des Schlafhauses. Ein Haus für 20 Kinder können wir von den bisher eingegangen Spenden bauen. Das Badhaus, das wir erst eingeplant hatten, steht bereits. Es wurde von einer Versicherung gestiftet. Überraschend für uns einerseits aber auch gut, dass wir so gleich das große Projekt in Angriff nehmen können.
 
meth sewa bathroom 1
 
Alles geht sehr langsam voran und es ist auch nicht immer leicht, den Menschen vor Ort nahe zu bringen, dass wir Gutes tun wollen. Wenn Cihan fotografiert oder filmt, steht er einheimischen Zweiflern gegenüber. Er musste kürzlich sogar schon Bildmaterial der Kinder von Meth Sewa wieder vor den Augen der Dorfpolitiker löschen. Man schämt sich für die Zustände dort, möchte nicht, dass darüber Details nach außen dringen. Manche Dorfbewohner denken gar, die Behinderungen der Kinder seien ansteckend.
 
Andererseits brauchen die Kids Unterstützung durch Vereine wie unserem. Dafür sind wir vor Ort, wie auch immer wieder andere Organisationen in ähnlichen Einrichtungen. Die Waisen brauchen eine adäquate Unterkunft, abwechslungsreiche Ernährung, Schulbildung (einige der ca. 50 Kinder sind in entsprechender geistiger Verfassung) und sie benötigen auch Physiotherapie.
 
Um die bisher eingegangenen Spenden bedarfsgerecht einzusetzen, müssen wir in Sri Lankas Kultur eintauchen, versuchen sie zu verstehen ohne sie zu bewerten (was schwer fällt). Wir müssen nach deren Regeln handeln, um so das Bestmögliche für die Kinder umsetzen.